Audiovisuelle Medienrechte an Profisportveranstaltungen am Beispiel der Deutschen Fuballbundesliga

Bok av Julien Zinnecker
Die Gesamteinnahmen aus der medialen Vermarktung der Fuball Bundesliga belaufen sich aktuell auf ca. EUR 1,4 Mrd. pro Saison; im Vergleich dazu lagen die jahrlichen Gesamteinnahmen aus den Fernsehrechten in den Anfangsjahren der Bundesliga 1965/66 bei umgerechnet ca. EUR 333.000. Trotz dieser Entwicklung sehen weder die nationale noch die europaische Rechtsordnung spezielle Vorschriften zum Schutze von Profisportveranstaltungen, insbesondere im Hinblick auf deren audiovisuelle Verwertung, vor. Die Untersuchung verdeutlicht, dass weder das Eigentum noch das Urheberrecht sowie die Personlichkeitsrechte den audiovisuellen Sportmedienrechten als taugliche Rechtsgrundlage dienen und dass sich auch die von der Rechtsprechung insoweit herangezogenen Rechtspositionen des Hausrechts, des Lauterkeitsrechts sowie des Deliktsrechts als blo luckenhafte Behelfslosungen erweisen, so dass die Schaffung eines sondergesetzlichen Sportveranstaltungsschutzrechts - vorzugsweise auf Unionsebene - unabdingbar erscheint.